Kredite bonitätsabhängig oder bonitätsunabhängig?
Grundsätzlich setzt die Vergabe eines Kredites eine bestimmte Bonität des Kreditnehmers voraus. In der Regel muss die Schufa Auskunft in Ordnung sein und/oder der Kreditnehmer muss zumindest über ein geregeltes Einkommen aus einem Arbeitsverhältnis verfügen, das über der Pfändungsfreigrenze liegt.
Viele Banken machen die Konditionen, zu denen sie die Kredite vergeben von der persönlichen Bonität des Kreditantragstellers abhängig. Das bedeutet, das eine Bank, die ihren Ratenkredit mit 3,9 Prozent effektivem Jahreszins bewirbt, diesen Kredit noch lange nicht wirklich zu 3,9 Prozent vergibt. Hier wird dann die Bonität des einzelnen Kreditnehmers als Basis für die Höhe des tatsächlichen effektiven Zinssatzes genommen.
So kann es sein, dass ein lediger junger Mann für 5.000 Euro einen Zins von 9,9 Prozent bezahlen muss, während sein verheirateter Freund, ein Polizist, bei dieser Bank den Kredit über 5.000 Euro zu einem Zinssatz von 4,9 Prozent bekommt. Die persönliche Kreditwürdigkeit spielt bei bonitätsabhängigen Zinsen eine entscheidende Rolle. Bei Krediten beim Autokauf sind die Zinsen in der Regel an bestimmte Aktionen und Fahrzeuge gebunden, die Kreditwürdigkeit des Kunden spielt immer eine Rolle, doch der Zins ist gleich. Für den Kunden sind Kredite mit bonitätsunabhängigen Zinsen transparenter.
